Failed to connect to MySQL: Access denied for user 'CLM'@'localhost' (using password: YES)
Plinio Martini: 
Fest in RimaPlinio Martini: Fest in Rima Plinio Martini ist ein genauer Kenner der Tessiner Geschichte, des Volksaberglaubens und der Institution der Kirche im Leben der Täler. Mit den beiden Romanen «Nicht Anfang und nicht Ende» («Il fondo del sacco») und «Requiem für Tante Domenica» («Requiem per zia Domenica») hat sich Plinio Martini einen festen Platz in der Tessiner Literatur der Gegenwart gesichert. In der vorliegenden Sammlung mit seinen historischen und volkskundlichen Texten setzt er sich mit dem Tessin seiner Vorfahren auseinander. Er schildert das elende Leben, das die armen Bauern des Maggiatales in die Emigration nach Australien getrieben hat, und er polemisiert vor allem gegen das Bild eines pittoresken und folkloristischen Tessins. » Zur Rezension...

gemeinden - maccagno

Maccagno teilt sich in einen oberen Ortsteil Maccagno - superiore und getrennt durch den Giona-Fluss den direkt am See gelegenen Ortsteil Maccagno - inferiore. Durch die günstige Lage Maccagno's auf einer Landzunge sind ein früher Sonnenaufgang und ein später Sonnenuntergang die Garanten für die langen Sonnenstunden, aber nur wenn es nicht bewölkt ist.

Im alten Ortskern von Maccagno Inferiore, wo die Hauptstrasse mit den vielen Bogengängen durchgeht, steht die Wallfahrtskirche Madonnina, auch "della Punta" genannt, einem Bau aus dem späten 16. Jahrhundert. Bewundernswert ist besonders die plastische Abdeckung aus Schieferplatten ("piode" im lokalen Dialekt). An den Platz grenzt das Gebäude, das einst die Münzprägestelle der Mandelli war und eine Steinplatte, auf der die Höhe der enormen Flut von 1868 angezeigt ist. Prächtig, doch heute leider verfallen ist der Palazzo Mandelli in der Via Della Bella; von den ursprünglichen Türmen ist nur ein kleiner, rechteckiger Turm erhalten. Da wäre noch die Kirche S. Stefano, ein Bau aus dem 17. Jahrhundert beherbergt eine schöne "Madonna" von Antonio da Tradate aus dem frühen 16. Jahrhundert und eine interessante Darstellung des "Letzten Abendmahls" mit holzgeschnitzten bemalten Figuren. In Maccagno superiore stehen natürlich auch noch Kirchen. Die Kirche S. Materno, diese ist mit Alabasterdekorationen des namhaften lokalen Kunsthandwerkers Baroggi ausgeschmückt. Bemerkenswert ist eine Gruppe von Statuen mit der Schmerzensmutter von Bernardino Castelli, einem bekannten Holzschnitzer aus Varese. Diese Schmerzensmutter erinnert mich jedesmal an meine Schwiegermutter. Jedes Jahr einmal werden die Statuen (im Volksmund die "drei Ave-Marias" genannt) von ihrem Sockel herabgelassen. Dafür hat Pairana einen ausgetüftelten Mechanismus aus Winden und Gleitschienen konstruiert. Und zuletzt noch die Kirche S. Antonio: Sie ist mit einem bedeutenden Freskenzyklus geschmückt, der Antonio da Tradate zugeschrieben wird, einem Maler aus Locarno, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts wirkte. Auf einem Band seitlich des Portals sind Szenen aus der Passionsgeschichte und die Symbole der "Monate" dargestellt. Aus späterer Epoche ist ein "Heiliger Sebastian" erhalten. Ein weiteres Fresko von Antonio da Tradate in rotem Sandstein befindet sich aussen über dem Portal.

Besonders Empfehlenswert ist das Museum "Civico Museo Parisi Valle" in Maccagno. Dieses befindet sich in einem Gebäude aus Stahlbeton, das sich als Brücke über den Fluss Giona spannt, direkt an dessen Mündung in den Lago Maggiore. Seit 1998 werden hier wechselnde Ausstellungen gezeigt. Erbaut wurde das Museum nach den Entwürfen eines Teams: Dem der römische Architekt Maurizio Sacripanti (1916-1996), der Bauingenieur Giuseppe Noris (1924-1989), der Architekt Riccardo Colella (1928 - ), dem Maurer Giovanni Lavoriari (1911 - 1998) und dem Künstler, Kunsttheoretiker und Museumsgründer, Giuseppe Vittorio Parisi, angehörten.

Von Maccagno aus empfiehlt sich ein Abstecher in das Valle Veddasca. In den alten Dörfern Campagnano, Garabiolo, Càdero, Graglio, Armio, Lozzo und Biegno finden Sie sogar noch Einheimische. Und oberhalb von Maccagno befindet sich noch der Lago Delio, einem klaren Gebirgssee, der nichts von seinem Reiz verloren hat, obwohl er jetzt von zwei Staumauern begrenzt wird und Teil des Stromversorgungssystems von Ronco Valgrande ist. Das Elektrizitätswerk Ronco Valgrande, am Seeufer nördlich von Maccagno gelegen, kann mit einer Sondererlaubnis der ENEL besucht werden. Es handelt sich um eines der grössten italienischen Wasserkraftwerke. Das Kraftwerk ist vollkommen unterirdisch und von gewaltigen Dimensionen (der Haupttunnel misst 200 x 21 x 65 Meter). Hier sind die Turbinen untergebracht, die den Höhenunterschied zwischen dem Lago Delio 900 - 944,5 m ü.M., je nach Wasserstand und dem Lago Maggiore 199 m ü.M. zur Erzeugung elektrischen Stroms nutzen.

CiaoLagoMaggiore.com | Casella Postale 517 | CH-6617 | Brissago | Schweiz | Impressum