Plinio Martini: 
Nicht Anfang und nicht Ende. Roman einer RückkehrPlinio Martini: Nicht Anfang und nicht Ende. Roman einer Rückkehr Der grosse Klassiker aus dem Tessin Hunger, Armut und Allgegenwärtigkeit des Todes treiben Gori um 1927 aus dem kargen Alltag im Maggiatal ins ferne Kalifornien. Zurück lässt er seine erste Liebe, Maddalena, seine Familie und Freunde. Zwanzig Jahre später kehrt Gori, geplagt von nicht endendem Heimweh, in seine Heimat zurück und findet nichts mehr, wie es war. Maddalena ist tot, die Mutter behindert und der Vater alt und gebrechlich geworden. Die in der Ferne ersehnte Heimat ist selbst fremd geworden. Plinio Martini, der 1979 verstorbene Tessiner Autor, schildert wirklichkeitsnah und mit von unterdrücktem Zorn vibrierender Sprache das Leben der armen Bauern aus dem Maggiatal. "Einer der erstaunlichsten Romane, die in der Schweiz je geschrieben wurden. Schliesslich gibt es in der neueren Literatur nur wenige Liebesgeschichten von der Behutsamkeit und Verhaltenheit der Geschichte von Gori und Maddalena." Neue Zürcher Zeitung » Zur Rezension...

gemeinden - luino

Luino, eben das heitere Städtchen nach der Schweizergrenze, das von den Römern Luvinum genannt wurde und während des Mittelalters von mächtigen Familien aus Mailand und Como umkämpft war, verteidigte jedoch immer ihre Freiheit und Gemeindeautonomie. Luino ist stolz darauf, Geburtsort berühmter Literaten wie Vittorio Sereni und Pietro Chiara zu sein, die gerade in den Cafes und vor allem in den Bars, ihre Eingebungen hatten. Da der Ort über das Tresa-Tal (Ponte Tresa) den kürzesten und einfachsten Weg vom Lago Maggiore zum Lago die Lugano war und auch an die entfernteren Städte Como und Mailand gut angebunden waren, war Luino seit dem Mittelalter Zankapfel streitender und wechselnder Herrschaften. So war Luino ab 1439 beherrscht von den Rusca aus Como, im 16. Jahrhundert von den Schweizer Urkantonen (=Jura und Neuenburg, dort kommen ja die Uren her). Danach kam Luino unter die Herrschaft der Visconti und später der Österreicher. Ca. 1850 gelang es Garibaldi, dem italienischen Freiheitskämpfer, die Österreicher wieder rauszuwerfen. Dem Garibaldi haben die Luinoer ein grosses Denkmal hingestellt, aber die Österreicher sind schon wieder hier.

Die Uferpromenade ist sehr schön, die Altstadt ist aber noch schöner. Hier findet man noch gemütliche Restaurants. Wie überall gibt es in Luino auch Kirchen. Die Kirche San Pietro, auf offenem Feld in der Nähe des Friedhofs, die ein kostbares Fresko - die Anbetung der Könige aus dem 15. Jahrhundert zeigt, das dem grossen Bernardino Luini (nicht Luino) zugeschrieben wird. Die Kirche San Giuseppe, mit einem prachtvollen Oratorium und direkt am Flussufer errichtet, ist Werk von Gerolamo Quadrio der ein Mailänder Architekt war. Kostbar sind die Kanzel, der Chor, die Chorknaben und die vor kurzem restaurierte Orgel aus dem 18. Jahrhundert. Alle guten Dinge sind drei, hier noch die Kirche del Carmine aus dem 15. Jahrhundert inmitten einer Platanenallee verwahrt in einer zu Beginn des 16. Jahrhunderts angebauten Kapelle einen beachtenswerten Freskenzyklus und irgendeiner Kreuzigung aus einer früheren Epoche. Interessant sind der Altar mit einer Holzstatue der Schmerzensmutter und eine Tafel der Darstellung der Madonna und den Heiligen Karmelitern.

Und was verdanken wir dem Kaiser-König Karl V seit 1541? Den Markt von Luino, der jeden Mittwoch das ganze Jahr stattfindet. Mit Busen werden die Deutschen, Schweizer und Österreicher jeden Mittwoch nach Luino gekarrt. Einige Buse aus Japan sind ja auch schon unterwegs, wann diese eintreffen ist noch nicht bekannt. Besonders empfehlenswert ist der hintere Teil des Marktes mit Lebensmittel, Früchten und Gemüse. Ganz hinten finden Sie noch den Marktstand des letzten Conte (Grafen) Bruno XXVII di Malacarne von Luino. Hier erhalten Sie die lokale Spezialität: Zwei Eier im Sack.

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