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Giovanni Orelli: 
Der lange WinterGiovanni Orelli: Der lange Winter Giovanni Orellis Erstling "Der lange Winter" wurde 1964 noch im Manuskript mit dem Veillon-Preis ausgezeichnet und machte den Tessiner Autor mit einem Schlag bekannt. Nüchtern und präzis schildert Orelli die Bedrohung eines kleinen Dorfes im Bedrettotal durch gewaltige Schneemassen und zeigt, wie "die vordergründige Realität sich allmählich in Versatzstücke auflöst und das Vertraute dem Unheimlichen weicht" (Alice Vollenweider). Die Bewohner müssen entscheiden, ob sie im Dorf bleiben wollen oder ob sie ins sichere Tal ziehen. Und da verlieren die Alten Einfluss, die Jungen setzen sich durch, voller Neugier auf das, was sie erwartet. Mit "Der lange Winter" verabschiedete sich Giovanni Orelli vom Bedrettotal, wo er aufgewachsen ist, ebenso wie von der Tessin-Idylle. » Zur Rezension...

gemeinden - locarno

Schon allein die Fahrt nach Locarno durch das unvergleichliche Szenarium der Alpenpässe ist ein Erlebnis, wenn es keinen Stau hatte. Locarno ist wohl die klimatisch am meisten begünstigte Stadt der Schweiz. Fast 2'300 Sonnenstunden im Jahr bei einer Durchschnittstemperatur von 15,5 °C erlauben es Flora, Fauna und Mensch, sich entsprechend günstig zu entwickeln. Das fast milde Mittelmeerklima begünstigt einen zeitigen Frühling, einen langen und heissen Sommer mit wenig Niederschlag und einen bis in den November dauernden Herbst. Bei Hochwasser ist Locarno das Venedig der Schweiz.

Auf dem See zu fahren heisst, eines der landschaftlich schönsten Gebiete Europas zu entdecken. Das Lido von Locarno erlaubt dem Gast ein kühles Bad und lädt alle Freunde von Segel- und vor allem Motorbooten ein, dem Gast der gerade ein Bad im Lago Maggiore nimmt, schneller zu schwimmen. Sehr beliebt bei den Badefreunden sind auch die Felsen entlang der Flüsse Maggia und Verzasca. Sollte einem dieser Badefreunden etwas passieren, keine Angst, spätestens nach 3 Tagen tauchen diese im Lago Maggiore auf. Auch die Fischer kommen auf ihre Rechnung, wenn diese Wissen wo das nächste Geschäft mit frischen Fischen ist.

Locarno war schon im Mittelalter städtisch geprägt und damals wohlhabend durch Wegezölle und Marktrechte. Erst im Besitz der Mailander Erzbischöfe, später beherrscht durch die Mailänder Familien der Visconti und Rusca, die Locarno zusammen mit Bellinzona massiv gegen die Schweizer (Eidgenossen) befestigten, die es schliesslich dennoch erobern konnten. So fiel Locarno Anfang des 16. Jahrhunderts als Untertanenland an die Eidgenossen und wurde 1803 Teil des selbständigen Kantons Tessin. Anfangs wechselte sich Locarno mit Bellinzona und Lugano als Kantonshauptstadt ab, ehe 1878 Bellinzona endgültig zur Kantonshauptstadt wurde. 1925 trat Locarno in den Mittelpunkt der Weltpolitik, als die Aussenminister Belgiens, Deutschlands, Grossbritanniens, Frankreichs, Italiens, Polens, Liechtensteins und der Tschechoslowakei die Locarno-Verträge aushandelten, die Deutschland den Beitritt in den Völkerbund ermöglichten.

Das Herz der Stadt ist die Piazza Grande, ein langgestreckter kopfsteingepflasterter Platz, der als der schönste Platz des Tessin gilt. Der Piazza Grande, auf den alle Strässchen und Gassen der Altstadt ausgerichtet sind, ist von Laubengängen mit Geschäften, Restaurants und Cafés umgeben. Jeweils am Donnerstag im Sommer und im Winter alle 2 Wochen findet ein Wochenmarkt statt, Open-Air-Konzerte beleben die Piazza Grande, weitere Veranstaltungen und jedes Jahr finden hier im August auf einer Riesenleinwand die Vorführungen des berühmten Filmfestivals statt. Etwas westlich der Piazza Grande liegt das um 1500 als Sitz der Mailänder Herrscherfamilie erbaute Castello Visconteo. Inmitten der Mauern befindet sich ein schöner arkadengeschmückte Renaissanceinnenhof. Das hier untergebrachte Museo Civico belegt mit Funden aus der Bronzezeit die frühe Besiedlung des Gebiets und vor allem beeindruckt eine Sammlung gut erhaltener Glasobjekte aus der Römerzeit, die in der Gegend gefunden wurden. Zu den schönsten Patrizierhäusern der Stadt gehört die Casa Rusca mit ihrem dreigeschossigen Arkadeninnenhof. In der Casa Rusca ist heute die Städtische Gemäldegalerie untergebracht, in der u.a. die Dadaismus-Sammlung von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp gezeigt wird. Das Wahrzeichen von Locarno ist die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso, 150 m über der Stadt mit einem herrlichen Blick über Stadt, See und Berge und zu Fuss oder mit einer Standseilbahn (100m vom Bahnhof) zu erreichen. Hier soll 1480 dem Franziskanermönch Bartolomeo d'Ivrea die Muttergottes erschienen sein. Die ursprünglich bescheidene Kapelle wurde im 16. Jahrhundert zum Sacro Monte als einem bilderreichen und sinnenfreudigen Bollwerk gegen die Kargheit der Reformation ausgebaut. Die kunsthistorische Kostbarkeit der Kirche ist das Altarbild "Flucht aus Ägypten", um 1520, ein Hauptwerk des Bramatino (um 1465-1530), eines Schülers des Bramante und einer der bedeutendsten Vertreters des lombardischen Cinquecento, nicht zu verwechseln mit dem Fiat Cinquecento.

Auf dem Hausberg Cardada-Cimetta kann man Skifahren und rodeln, bergwandern oder ganz einfach den atemberaubenden Blick auf den sich 65 km hinziehenden Lago Maggiore geniessen und sich von der Sonne bräunen lassen und wenn man Glück hat, auch einen Sonnenbrand nach Hause bringen. Im Sommer ist Cardada ein beliebter Treffpunkt der Drachenflieger und Paragleiter. Ein beliebtes Ausflugsziel sind die vielen Täler, welche Locarno auf beiden Seiten einrahmen. Hier bieten sich mehrere hundert wenn nicht sogar tausende Möglichkeiten zum Wandern und Spazierengehen. Das Wandern durch die dunklen Kastanienwälder und entlang der reissenden Bäche ist sicherlich ein einmaliges Erlebnis. Ganz zu schweigen von der anschliessenden Rast in einem einheimischen "Grotto", wo der ewig Durstige sich an kühlem Wein laben kann. Nebst Wandern kann man in den Tälern auch Trekking, Bike, Bungee Jumping, Canyoning, Kanu, Rafting, Riverboogie oder Reitausflüge unternehmen. Von besonderer Schönheit sind die folgenden Täler mit ihren typischen Dörfern und alten Kirchen: Das Valle Maggia, Valle Onsernone, Centovalli, Val Verzasca und die italienischen Valle Vigezzo und Valle Cannobina.

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