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Rafaello Ceschi: 
Geschichte des Kantons TessinRafaello Ceschi: Geschichte des Kantons Tessin Das Tessin, während Jahrzehnten als "Sonnenstube der Schweiz" mißverstanden und als Tourismuskanton abgestempelt, ist in der deutschsprachigen Schweiz kaum und im Ausland höchstens als Urlaubsziel oder Bankenplatz bekannt. Rafaello Ceschis neue Geschichte des Tessins, die erste in deutscher Sprache seit einem halben Jahrhundert, ist ein wahres Desiderat: kompakt und dennoch umfassend, profund, aber mit Engagement geschrieben, das aktuelle Portrait einer ganzen Region, seiner Täler, seiner Städte und Dörfer. seiner Menschen und ihrer Geschichte und Kultur. Der Autor versteht es glänzend, das Gefüge von Politik, Wirtschaft, Verkehr und Bildung, die Herausforderungen der Gegenwart ebenso wie die Chancen der Zukunft transparent zu machen. Der Historiker, Herausgeber und Mitautor der neuen mehrbändigen Kantonsgeschichte hat ein souveränes Werk geschrieben, unentbehrlich für alle, die die ethnografischen, sprachlichen, kulturellen und ökonomischen Aspekte dieses Kantons kennenlernen wollen. » Zur Rezension...

gemeinden - baveno

Baveno, ehemalige Hochburg des britischen Edeltourismus. Diese ehemaligen Säufer verbringen jetzt zum Glück ihren Urlaub auf Mallorca. Seit Beginn des 19.Jh. ist Baveno ein renommierter Ferienort, wie man an den wunderschönen Villen der Gegend merkt, u. a. die Villa Henfrey (heute Villa Branca), welche die Königin Victoria von England beherbergte, und die Villa Fedora, die dem Komponisten Umberto Giordano gehörte. Die Villa Fedora und ihr großer Park ist heute öffentlich zugänglich und beherbergt die Handelskammer. Von Baveno aus unternahm der Richard Wagner seine Pilgerfahrten in Italien, aber erst, wenn er sich einige Kilos in Baveno angefressen hatte.

Baveno war wegen seiner Steinbrüche schon sehr viel früher bekannt, aus deren rosa Granit u.a. die Basilika San Paolo in Rom und die Galerie Vittorio Emanuele in Mailand gebaut sind. Der industrielle Abbau des rosa Granit begann aber erst Anfang des 19. Jahrhunderts und wird bis heute fortgeführt. Sehenswert ist die Pfarrkirche SS Gervasio e Protasio, eine im 18. Jahrhundert umgestaltete romanische Basilika aus dem 11./12. Jahrhundert und die Wartehalle der Schiffsanlegestelle, im schönsten Jugendstil. Idealer Ausgangspunkt für einen Ausflug auf die Borromäischen Inseln.

Feriolo, drei Kilometer vor Baveno, wenn man vom Ortasee, Mergozzo oder von Verbania kommt, hat sich noch den Charakter eines Steinmetz- und Fischerdorfes bewahrt. Wenn Sie Glück haben, können Sie jeweils am Mittwoch und Samstag gegen 18 Uhr einen alten Brauch beobachten. Die Steinmetze kommen mit einem rosaroten Granitstein runter zum Hafen und dürfen die von den Fischern gefangenen Fische totschlagen.

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