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Pia Todorovic-Strähler: 
Märchen aus dem TessinPia Todorovic-Strähler: Märchen aus dem Tessin Was man sich beim Maisschälen alles erzählt (hat) "Vor vielen, vielen Jahren lebte ein armer Fischer mit seiner Frau und seinen zwölf Kindern. Die waren alle Faulpelze und hatten keine Lust zu arbeiten." Was man sich da nicht alles erzählt hat, wenn die Zeit lang wurde in den Ställen, am Feuer, beim Maisschälen: Der Teufel wird von listigen Frauen hereingelegt, der Wolf vom Fuchs und der liebesbedürftige Pfarrer von Bäuerin und Bauer, die kein Geld für neue Kleider haben oder der Herrgott schaut bei Dörflern vorbei und prüft ihre Gastfreundschaft. Es sind Fabeln und Legenden nach klassischer Art, Märchen von Brüdern, faulen Mädchen, Zauberern und Räubern - darunter Variationen von bekannten wie Aschenputtel -, aber auch lustige Schwänke und Schildbürgergeschichten, die an den Decamerone erinnern. » Bei Amazon ansehen...

gemeinden - arona

Arona ist nicht nur eine Messestadt, ein wichtiges Handels- und Fremdenverkehrszentrum, mit einen Strassen- und Eisenbahnknotenpunkt und einen Hafen am See, sondern bietet viele Möglichkeiten in Ruhe einzukaufen. Im Museo Civico beim Rathaus findet man die ersten Exponate aus Arona und seiner Umgebung bis ins 12. Jahrhundert v.Chr. in die Zeit der Golasecca-Kultur zurück. Im Mittelalter gehörte die Stadt mit ihrer Burg auf der Rocca di Arona wechselweise den Erzbischöfen von Mailand und dem Adelsgeschlecht der Visconti. Als 1493 Stadt und Burg in die Hände der Borromäer kam, wurde die Burg wieder befestigt und erst von Napoleon wurde diese wieder abgerissen.

Auf dieser Burg wurde 1538 Carlo Borromeo geboren, der berühmteste Spross dieser Mailänder Adelsfamilie. Carlo Borromeo, auf deutsch Charly Bohrmaus, war ab 1560 bis zu seinem Tod 1584 Kardinal und Erzbischof von Mailand. Er wirkte zwar innerhalb der katholischen Reformbewegung, war aber zugleich ein entschiedener Gegner der Reformation und mitverantwortlich, dass es auf dem Konzil zu Trient (1545-1563) zu keiner Glaubensspaltung kam. Schon im Jahre 1610 wurde Carlo Borromeo unter Papst Paul V. heiliggesprochen. Heute wird man ja schon heilig gesprochen, wenn man eine Kerze in einer Kirche anzündet. Carlo Borromeo blieb innerhalb der katholischen Kirche ein verehrter Heiliger, dem allein in Rom drei Kirchen und in Wien die Karlskirche geweiht wurden.

Zwei Kilometer nördlich vom Stadtzentrum Aronas erhebt sich auf einem Hügel die Kolossalstatue San Carlo Borromeo, auch "Carlone" genannt, weit über den See. Diese Statue wurde schon bald nach der Heiligsprechung von Giovanni Battista Crespi (um 1557-1633), genannt Cerano, entworfen und 1697 ausgeführt. Mit Sockel betragt ihre Höhe 35,1 m , der Arm ist 9,1 m lang und noch der Daumen 1,4 m und misst 1,0 m im Umfang. Die Masse unter der Kutte sind nicht bekannt. Die Statue zeigt den Heiligen mit der rechten Hand segnend und mit der linken die Schlussakte des Konzils von Trient haltend. Die Statue besteht aus Bronzeteilen, die um einen gemauerten Kern befestigt sind. Im Innern kann man die Statue über eine steile Treppe bis in den Kopf besteigen und hat aus Augen, Nase und Mund einen wunderschönen Blick über den unteren Lago Maggiore.

Von Aronas Uferpromenade blickt man auf den gegenüberliegenden Rocca di Angera des hier weniger als einen Kilometer breiten Lago Maggiore. Sehenswert sind noch die Kirchen SS Graziano e Felino und die Pfarrkirche Navità di Maria Vergine. In deren Inneren findet sich das berühmte Gemälde "Anbetung der Könige" von Gaudenzio Ferrari aus dem Jahr 1511, ein Fresko aus dem späten 15. Jahrhundert und ein Gemälde von Andrea Appiani (1754-1817).

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