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Literaturtipp |
Jonny Rieger: Ein Balkon über dem Lago Maggiore Hier erzählt Jonny Rieger seine Geschichten um und über das Tessin - duftige Vignetten, in denen die bewegte, kaum bekannte Geschichte des Tessin genauso lebendig wird wie die eigenbrötlerische Liebenswürdigkeit seiner Bewohner. Geschichten um einsame, schattige Bergtäler und in Licht getauchte Seen, um Katzen, die in ihrem Dorf alle Hunde vertrieben haben und Menschen, die den "Platz der Verrückten" völlig normal finden. Schritt für Schritt erschließt sich dem Autor auf seinen Wanderungen der Zauber einer der schönsten Landschaften der Erde. Zur Rezension... |
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La Lupa ist anders. Wenn die in Zürich lebende Tessinerin italienische
Lieder oder Gedichte singt, taucht sie in die Ozeane der Gefühle
ein - und mit ihr das Publikum. Was heisst singen: La Lupa erleidet die
melancholisch-tragischen Texte. Dann trägt ihr Vortrag Brecht'sche
Züge. Doch wo echter Witz vor (fast) nichts haltmacht, darf Tragik
komisch werden, Frivolität ergreifend. Dort hat - wie im wirklichen
Leben - überschäumende Lebenslust neben stiller Trauer Platz,
einladende Weiblichkeit neben ernster Zurückhaltung. La Lupa präsentiert
aber keine Show, sie ist eine.
La Lupas beeindruckende Bühnenpräsenz ist von entwaffnender
Natürlichkeit. So bestimmt auch nicht die ausgeklügelte Dramaturgie
Ablauf und Gestik. Das Leben selbst, La Lupas ureigene Lebensfreude wie
ihre Leidensfähigkeit machen die Darbietung zur Schau. Und wo das
Leben so spielt, spielt auch La Lupa: in Theatern, in Gärten, Schlössern,
Museen und Sälen, auf Plätzen, auf Terrassen, Dächern und
Schiffen. Die Texte singt La Lupa in ihrer Muttersprache. Und wer kein
Italienisch versteht - versteht trotzdem.
La Lupa ist eben wirklich anders. Weitere
Informationen...
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Beat Hächler (Hrsg.): Das Klappern der Zoccoli. Literarische Wanderungen im Tessin
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Die schlechte Nachricht zu Beginn: Einziges Manko des vorliegenden Tessin-Verführers
ist das Fehlen von Riegers großartigem Aufstieg zum Pizzo Leone in "Balkon
über dem Lago Maggiore".
Ansonsten ist das Klappern der Zoccoli eines der anregendsten Bücher,
die ich seit langem in der Hand gehalten habe. Dankbar muß man Beat Hächler
sein für seine phantastische Idee, 26 Autorinnen und Autoren aus der Deutschschweiz
und dem Tessin - Literaten, Journalisten, Lehrer Schriftsteller, Professoren
und andere Tessinverbundene - in die Spur zu schicken, um Wanderungen, Schauplätze,
Dörfer und Landschaften aufzuspüren, die Bestandteil des literarischen
Tessin sind. Entstanden sind 35 LiteraTouren im schönsten Sinne des Wortes:
Teilweise schweißtreibende Annäherungen an Bücher, Menschen
und Landschaften, die so verschieden sind wie die vorgestellten Wanderungen,
die Menschen, die man darauf antrifft, das herrschende Wetter oder das auf die
Wanderung mitgenommene Buch.
Und so entstand eine vergnügliche Glosse über Gustav Renkers schwülstige
Bergromanzen, eine großartig recherchierte Wanderung mit Max Frischs "Der
Mensch erscheint im Holzän" oder eine kenntnisreiche Auseinandersetzung
mit Lisa Tetzner im Tal der "Schwarzen Brüder", der Heimat der
Tessiner Kaminfeger-Knaben. Und wirklich: Das Ausgangsmaterial ist gewaltig,
alle waren sie hier: Frisch, Hesse, Hemingway, Tucholsky und Hauptmann genau
wie Emilio Geiler, der schreibende Lokomotivführer aus Bellinzona oder
tessiner Literaten wie Orelli oder Pusterla. Und das kongeniale schweizerisch/deutsche
Duo Bauer/Frischknecht durfte
natürlich in Hächlers überhaupt Anthologie nicht fehlen.
Diesen Berg von Literatur als Ausgangspunkt und mehr oder weniger nahe am Text
machen sich die Autoren auf den Weg in die Berge. Auf Seite 508 (wer dann noch
nicht genug hat, findet noch 11 Seiten Beispielbibliografie) bleibt natürlich
nichts übrig von den Tessinklischees, weder von rohen und wenig gebildeten
Naturburschen noch von der verkitschten "Sonnenstube" der Schweiz.
Was immer den Autoren in die Finger kam - Guido Calgaris zutiefst antiromantische
Erzählung "Karge Erde" oder Gustav Renkers Jodelbuch "Schicksal
am Piz Orsalia" - keine Ideologie hat Bestand vor der sengenden Sonne auf
den Geröllhalden oberhalb von Bosco Gurin, vor dem finster drohenden Tamaro,
auf zugewucherten Schmugglerpfaden nach Italien oder beim Anblick landschaftszersägender
Skilifte und James-Bond-besetzter Staumauern im Verzasca-Tal.
Das Klappern der Zoccoli gehört in den Nachtschrank jedes Tessiner Hotels
und in jeden Rucksack ernsthafter Bergwanderer. Denn ganz nebenbei entstand
ein großartiger Wanderführer - nicht geschrieben von Profi-Bergsteigern
mit Sportambitionen sondern von Tessin-Liebhabern für Tessin-Liebhaber.
Um Gewicht zu sparen, ist in dem kursbuch-dicken Band der Reiseführer schon
mit drin: Am Ende jeder LiteraTour finden sich präzise Angaben zu Schwierigkeitsgrad,
Höhendifferenz, empfehlenswertem Kartenmaterial, Anfahrt und Unterkunft.
Mehr kann man nicht erwarten.
Kai Tippmann
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Weiterführend... |
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| Segeln
auf dem Lago Maggiore |
Ein
Segeltrip auf dem Lago Maggiore ist nun wirklich ein unvergessliches
Erlebnis. Wenn Sie einen Tag, ein Wochenende oder eine Woche auf dem
See verbringen möchten, mit Freunden oder Familie oder romantisch
zu zweit, mit Musik, Abendessen oder nur Frühstück, dann
habe ich hier etwas ganz besonderes für Sie gefunden:
Segeln
Lago Maggiore... |
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